Kardiologische Rehabilitation und Nachsorge

PRECOVERY Vorstudien: Im Vorfeld auf den Studienstart von PRECOVERY wurde mit Unterstützung der Rehabilitationskliniken in Bad Lauterberg, Lippoldsberg, Bad Rothenfelde als auch Bad Nauheim eine Kohortenbeobachtungsstudie durchgeführt. Bei Patient*innen nach Eingriff am Herzen erfolgte während des Rehabilitationszeitraums u.a. die Erfassung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Nach drei weiteren Monaten wurde eine telefonische Nachbefragung mit Fokus auf den Sarkopeniestatus absolviert. 

Eine weitere Analyse der in dieser Studie erhobenen Daten untersuchte, ob die Clinical Frailty Scale (CFS) ein geeignetes Instrument ist, um Gebrechlichkeit (Frailty) bei älteren Patient*innen in der kardiologischen Rehabilitation zu erkennen und zu beurteilen. Bei der Untersuchung von über 75-jährigen Patient*innen zeigte sich, dass etwa 42% der Teilnehmer*innen als frail eingestuft wurden. Die CFS ist besonders praktisch, da die Bewertung weniger als eine Minute dauert und sich somit schnell durchführen lässt. Die Ergebnisse zeigen, dass die CFS zuverlässig mit anderen etablierten Messverfahren zur Funktionsfähigkeit und Alltagsfähigkeit korreliert. Die CFS eignet sich daher gut als standardisiertes Instrument in der kardiologischen Rehabilitation, um Patient*innen mit erhöhtem Frailty-Risiko frühzeitig zu identifizieren und eine individualisierte Behandlung anzuschließen. 

Interessierte finden die veröffentlichten Artikel unter folgenden Links: https://doi.org/10.1186/s12877; https://doi.org/10.1186/s13102

Herzgruppe: Das Projekt Herzsportgruppe für schwer herzkranke Patient*innen startete bereits im Februar 2024. Im Rahmen dieser prospektiven Beobachtungsstudie galt es die folgende Forschungsfrage zu beantworten „Kann die Teilnahme an einer Herzsportgruppe für schwer herzkranke Patient*innen die Lebensqualität, soziale Teilhabe sowie die körperliche und kognitive Leistungsfähigkeit steigern?“. Die Datenerhebungen fand zu Baseline, nach 4, 8 und 12 Monaten statt. Die Erhebungen sind abgeschlossen, das Manuskript ist geschrieben und die Publikation der Ergebnisse wird zeitnah erfolgen.

Weitere Details im Pressebericht

Ausgewählte Kooperationspartner*innen

Prof. Dr. von Arnim (Geriatrie, Göttingen), PD Dr. Sadlonova (Psychosomatik, Geriatrie, Herzchirurgie, Göttingen), Dr. Dr. Valentová (Kardiologie, Geriatrie, Göttingen), Dr. Heinemann (Geriatrie, Göttingen), Anne Linke (Geriatrie, Göttingen), Mira Seitz (Geriatrie, Göttingen), PD Dr. Lange (Kardiologie, Göttingen), Dr. Sievers (Kardiologie, Göttingen), Prof. Schmidt (Kardiologie, Göttingen), Prof. von Haehling (Kardiologie, Göttingen), Laura Krause (Doktorandin, Göttingen), Nikoline Kufeld (Masterstudentin, Göttingen), Samra Sulejmanovic (Masterstudentin, Hildesheim), Christina Stenzel (Masterstudentin, Göttingen), Maj Sylvester (Masterstudentin, Göttingen), Dr. Glage (Sportinstitut, Göttingen), Sabrina Kaumkötter (Rehabilitationsklinik Bad Rothenfelde), Prof. Reiss (Rehabilitationsklinik Bad Rothenfelde), Dr. Hartog (Universitätsmedizin, Groningen), Dr. Scheenstra (Kardiologie, Rehabilitation Leiden), Prof. Schmidt (DSHS Köln), Prof. Bjarnason-Wehrens (DSHS Köln),Prof. Brixius (DSHS Köln), Prof. Flohr (Universität Heidelberg), Prof. Mengden (Rehabilitationszentrum Bad Nauheim), Clemens Grefe (Rehabilitationsklinik Lippoldsberg), Dr. Knoglinger (Kirchbergklinik Bad Lauterberg), Dr. Hamadeh (Kardiologie Rehazentrum Rainer Junge)

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