Sarkopenie, Frailty & Sturzprävention

PRECOVERY Vorstudien: Im Vorfeld auf den Studienstart von PRECOVERY wurde mit Unterstützung der Rehabilitationskliniken in Bad Lauterberg, Lippoldsberg, Bad Rothenfelde als auch Bad Nauheim eine Kohortenbeobachtungsstudie durchgeführt. Bei Patient*innen nach Eingriff am Herzen erfolgte während des Rehabilitationszeitraums u.a. die Erfassung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Nach drei weiteren Monaten wurde eine telefonische Nachbefragung mit Fokus auf den Sarkopeniestatus absolviert. 

Eine weitere Analyse der in dieser Studie erhobenen Daten untersuchte, ob die Clinical Frailty Scale (CFS) ein geeignetes Instrument ist, um Gebrechlichkeit (Frailty) bei älteren Patient*innen in der kardiologischen Rehabilitation zu erkennen und zu beurteilen. Bei der Untersuchung von über 75-jährigen Patient*innen zeigte sich, dass etwa 42% der Teilnehmer*innen als frail eingestuft wurden. Die CFS ist besonders praktisch, da die Bewertung weniger als eine Minute dauert und sich somit schnell durchführen lässt. Die Ergebnisse zeigen, dass die CFS zuverlässig mit anderen etablierten Messverfahren zur Funktionsfähigkeit und Alltagsfähigkeit korreliert. Die CFS eignet sich daher gut als standardisiertes Instrument in der kardiologischen Rehabilitation, um Patient*innen mit erhöhtem Frailty-Risiko frühzeitig zu identifizieren und eine individualisierte Behandlung anzuschließen. 

Interessierte finden die veröffentlichten Artikel unter folgenden Links: https://doi.org/10.1186/s12877https://doi.org/10.1186/s13102

Pixformance Studie: Die Studie untersuchte die Machbarkeit eines technologie-basierten Sturzpräventionsprogramm mit digitalen Trainingsübungen in der geriatrischen Frührehabilitation. Obwohl Patient*innen das Programm positiv bewerteten und die Benutzerfreundlichkeit hoch war, nahmen nur 37% der Teilnehmer*innen an ausreichend Trainingseinheiten teil. Nichtsdestotrotz zeigten sich signifikante Verbesserungen in Balance, Mobilität und funktionaler Unabhängigkeit bei allen Patient*innen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass digitale Sturzpräventionsprogramme in der geriatrischen Frührehabilitation großes Potenzial haben, aber eine bessere Integration und Anpassung an die Bedürfnisse der Patient*innen benötigt. 

Weitere Details in der Publikation unter https://formative.jmir.org/2025/1/e66692

Ausgewählte Kooperationspartner*innen

Prof. Dr. von Arnim (Geriatrie, Göttingen), PD Dr. Sadlonova (Psychosomatik, Geriatrie, Herzchirurgie, Göttingen), PD Dr. Schnieder (Neurologie, Geriatrie, Göttingen), Dr. Dr. Valentová (Kardiologie, Geriatrie, Göttingen), Dr. Heinemann (Geriatrie, Göttingen), Anne Linke (Geriatrie, Göttingen), Mira Seitz (Geriatrie, Göttingen), Prof. von Haehling (Kardiologie, Göttingen), Laura Krause (Doktorandin, Göttingen), Samra Sulejmanovic (Masterstudentin, Hildesheim), Christina Stenzel (Masterstudentin, Göttingen), Maj Sylvester (Masterstudentin, Göttingen), Dr. Glage (Sportinstitut, Göttingen), Sabrina Kaumkötter (Rehabilitationsklinik Bad Rothenfelde), Prof. Reiss (Rehabilitationsklinik Bad Rothenfelde), Dr. Hartog (Universitätsmedizin, Groningen), Dr. Scheenstra (Kardiologie, Rehabilitation Leiden), Prof. Schmidt (DSHS Köln), Prof. Bjarnason-Wehrens (DSHS Köln),Prof. Brixius (DSHS Köln), Prof. Flohr (Universität Heidelberg), Prof. Mengden (Rehabilitationszentrum Bad Nauheim), Clemens Grefe (Rehabilitationsklinik Lippoldsberg), Dr. Knoglinger (Kirchbergklinik Bad Lauterberg)

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